(K)Eine Definition: Kreativität

December 27th, 2006

Ich fummle seit 14 Tagen im Kopf an einem Ansatz zu meiner Definition von Kreativität. Beginne ich mit der Historie des Kreativitätsverständnisses beginnend vom ursprünglichen “willkürlichenNeuron Photo - gar auch zu langer Zeit Gott gegebenen - Heureka!” über die begriffliche Erforschung seit dem Anstoss zu Kreativitätsforschung durch Joy Paul Guilford anlässlich seines Vortrags Creativity 1950. Oder mal wieder Wikipedia bemühen?

Schreibe ich über die heute gängigen 4 Arten von Kreativitätsfeldern (dem kreativen Prozess, der kreative Mensch, das kreative Produkt, das kreative Umfeld) oder über die viel zu verbreitete Sichtweise dass Kreativität entweder a.) mit Wirtschaft zu tun hat oder b.) mit Kunst. Und beide Kreativität als Profession ausüben. Hmm, Kreativität als Mechanismus, als Maschine?

Nein. Kreativität ist das Ergebnis vom neugierigen Lernen im Leben. Durch den Tag gehen wie die Kinder, offen und ohne Zwang. Und lernen als man selbst. Seinen Stärken und seinem Stil entsprechend. Nochmal. Kreativität ist das Ergebnis vom neugierigen Lernen im Leben.

Dazu ist unser Gehirn schliesslich da. Zum lernen.

Dass man dabei auch über das neugierige Wie funktioniert? auch mal zu einem Wie funktioniere ich? kommt kann vorkommen. Und dann zum Bewusstsein, bei Sprache und beim Gehirn. Denn so funktionieren Menschen. Lernen. Spieler. Tüftler. Quer- & Anders-Denker, Lautdenker, Nachforscher, Entdecker, Träumer, Scheinewerferdrängler, Redetechniker, Berichter, Enthusiasten, Spaßhaber, Liebmenschen, Eltern, Kinder, Enkel, Veteranen, Lautdenker. Und ungefähr 6.000.000.000 Andere. (*1)

Und dann überlegte ich die ganze Zeit ob ich die Adresse des Creative Learning Centers und Daphna Markova unglaubliche Arbeit mit Ihrem Lernstil-Modell vorstellen soll. Oder den einen odere anderen Link zu tieferen Infos über klassische Kreativität. (Und da gibt es da noch diese nette Seite vom bayrischen Rundfunk)

Man sieht. Kein Ende in Sicht.
Wo fang ich an, wo hör ich auf.

Nun ja, ganz einfach, das Alles bin ich nun losgeworden. Der nächste Ansatz formt sich schon.

(*1) Bitte keine Backlinks liebe Betroffenen. Das ist kein Schneeball für Traffic. Es ist einfach eine kleine Liebeserklärung an eure Blogs und eure Arbeit. Danke.

Ad-hoc-Nicht-Konferenz

December 19th, 2006

Um die eigene Gedankenwelt in Schwung zu halten ist eines unabdingbar. Input - Input - Input. Eine Portion Überraschungseffekt dazu kann dabei nicht schaden.

Diese beiden Zutaten machen barcamps - schön auch als Ad-hoc-Nicht-Konferenzen bezeichnet - zu wohl unvergleichlichen Treffen. Menschen treffen sich in einer dafür geschaffenem Raum und diskutieren, präsentieren, testen, schwafeln über Themen die während des barcamps ad-hoc vereinbart werden. Jeder der teilnimmt ist aufgerufen aktiv seinen Beitrag zu leisten und mit allen Anderen die gemeinsame Zeit zu gestalten.

In Österreich bietet sich die Gelegenheit an einem barcamp teilzunehmen schon in Kürze.

barcampktnDas barcamp Kärnten findet am 3. und 4. Februar ‘07 in Klagenfurt statt. Und mein gern gelesener Ed Wohlfahrt ist einer der Initiatoren.

Wer sich vorab noch ein wenig mehr über die mögliche Stimmung auf einem barcamp informieren möchte, findet im trndblog eine kleine, doch feine, Reportage des Barcamps letztes Wochenende in Nürnberg.

Sehenswerte knappe 14 Minuten.

Neues rein und Input - Input - Input!

Spiel mit Emotionen

December 10th, 2006

Ein falsches Wort, eine kleine Bemerkung - zur falschen Zeit, am falschen Ort - und schon spürt man Druck in sich aufsteigen. Die Hauttemperatur steigt rasant, der Puls schnellt in die Höhe und *aAArgh* !-!! man könnte aus der Haut fahren.

Ärger und Wut werden in uns oft wie auf Knopfdruck ausgelöst.

anger by seitch1010 at flickr comDas Prinzip ist schnell und einfach dargelegt: es wird ein Verhaltensprogramm aktiviert das wir uns irgendwann und unbewusst zugelegt haben, und ohne unser Zutun laufen wir rot an und ärgern uns wie wild. Der große innere emotionale Schiedsrichter hat zugeschlagen. Er überprüft im unterbewussten Hintergrund alles und jedes Informationshäppchen das in uns vor schwappt auf emotionalen Gehalt. Hat er ein Reizwort, oder besser einen Reizimpuls, erhalten zieht er alle dazu gehörenden Register und löst im Körper eine Vielzahl an Reaktionen aus. Die Folgen sind ja schon eingangs beschrieben.

Zumeist sind uns die genauen Ursachen für unsere Wut, unseren Ärger, auch für unseren Frust, in genau dem Moment nicht bekannt.

Eine Äußerung des Gegenübers, eine Aktion von uns selbst, eine Reaktion unserer Umwelt auf uns - irgend etwas hat sie ausgelöst und nun stecken wir drin in diesem Kreislauf. Lassen unser Herz einen Sprint vollführen, pumpen Blut wie verrückt den Körper hoch und runter und vernichten so nebenher kostbare Lebenszeit in diesem Zustand eines menschlichen Autopiloten.

Nun, nicht gerade gesund. Und vor allem: oft ist es extrem hinderlich in derartigen Zuständen selbst gefangen zu sein.

Mit obigem Bild eines emotionalen Schiedsrichters der auf Reizimpulse reagiert und dann ein Programm von Stapel lässt können Sie sich aber nun auf Dauer helfen.

Das Wie ist simpel:

Sagen Sie sich beim nächsten Mal ärgern, frustriert sein oder anderen unglücklichen Zuständen so intensiv wie möglich “Interessant! “.

Ja, genau. “Interessant!”

Und es macht nichts, dass Sie anfangs vielleicht eine halbe Stunde nach ihrer Wut an das “Interessant!” denken. Hauptsache sie sagen es zu sich selbst. Anfangs eben mit Verspätung. Beim nächsten Mal geht es vermutlich schon etwas schneller. Und das gilt nun immer, wenn Sie bei einer unangenehmen Situation “Interessant!” zu sich sagen.

Sie werden sehen: Es wird Ihnen schneller besser gehen. Und Sie werden sich hoffentlich nicht mehr so lange in der emotionalen Falle befinden wie bis heute.

Was passiert?

Sie beladen das für Sie bis dato mit negativer Emotion versehene Reizthema mit einem neuer Emotion.

Der Emotion die hinter “Interessant!” steht: Neugier. Und im Gegensatz zu den ersteren Gefühlen ist Neugier eine treibende, Sie in die Handlung bringende Kraft.

Bei Lust sind auch andere Wörter denkbar. Das Prinzip ist simpel.

Und mit der Zeit habe ich auch gelernt immer schneller mit meiner Umfärbeaktion einzusetzen. Therapie oder professionelle Beratung ersetzt diese kleine Technik aber nicht.