words

Es stand geschrieben

in einer alten Ausgabe … nur wo und wann?

Diese Frage und die darauf folgende Suche und Nachlese ist in alten Zeitungsbeständen Österreichs weniger Problem mit dem Service Anno der Österreichischen Nationalbibliothek der unter anno.onb.ac.at erreichbar ist. Dabei ist das älteste erfasste Blatt einige hundert Jahre alt.

Neben einer freien Suche über den kompletten Zeitungsbestand kann man auch gezielt in einzelnen Ausgaben stöbern.

Mehr: anno.onb.ac.at

Flann O’Brien – eine kurze Geschichte

Flann O’Brien wurde als Brian O’Nolan wurde am 5. Oktober 1911 in Strabane, Co. Tyrone geboren. Als Novelist und Satiriker wurde er vor allem für seine beiden Bücher “In Schwimmen Zwei Vögel” (At Swim-Two-Birds) und “Der Dritte Polizist” (The Third Policeman) bekannt die er unter dem Pseudonym Flann O’Brien geschrieben hatte. Darüber hinaus schrieb er u.a. auch An Béal Bocht sowie zahlreiche satirische Kolumnen in den Irish Times unter dem Namen Myles na gCopaleen.

Grüne Urwaldzeit

Es ist Herbst.

Und damit die liebste Zeit des Jahres im Wald für mich. Ja, der Frühling ist beeindruckend, wenn alles erwacht, frisches Grün und Gelb der Natur nach dem Grau des ausgehenden Winter in die Augen springt, alles nach Aufbruch und Leben riecht. Der Herbst jedoch zeigt uns was alles geschah in diesem Jahr.

Moose sind vollgesoffen, die Bäume bereiten sich langsam für den Winterschlaf vor, und die sich dabei verfärbenden Blätter werfen über ganze Hänge ein buntes Bild aus Orange, Rot, Gelb und weichen Grün.

Am Boden stehen noch Halm an Halm, Farne breiten sich in breiten Feldern aus, Springknöteriche stehen mannshoch und warten nur auf eine leichte Berührung um ihre Samen mit einem leisen Knall zu versprühen.

Danach kommt der Nebel. Nach kalten Nächten.
Und. Der Winter.

mamihlapinatapei

Wenn zwei sich treffen, sich anschauen und keiner der sein will, oder kann, der zu sprechen beginnt. Beide verharren in sich, keiner geht auf den anderen zu.

Mamihlapinatapei ist aus der Sprache der Yaghan, einem Wassernomadenvolk in Feuerland. 2017 beherrschte die Sprache noch eine einzige, über 80jährige, Frau.

Was für ein wundervolles Wort.

Bisschen mehr gibts im Wikipedia Artikel dazu.

Paddy Fingal

Paddy Fingal war von Riesenart: 
Sechs Ellen flog sein schwarzer Bart, 
seine Fäuste waren wie Tonnen groß, 
einen Mastbaum führt’ er als Wurfgeschoß, 
so ein Kerl war Paddy Fingal!

Nun wuchs ein Hüne im Schottenland, 
der hörte von Fingals starker Hand; 
da wollt er erproben alsogleich, 
wer fester sei auf Stoß’ und Streich, 
er oder Paddy Fingal.

Und als er stapfte durch den Sund, 
Paddy Fingal just am Ufer stund 
und maß von ferne klipp und klar, 
daß der Fremdling zehn Schuh größer war, 
noch größer als Paddy Fingal.

Da lief er heim in jähem Schreck: 
“O Schaya, birg mich im Versteck! 
Von Schottland kommt ein Kerl daher, 
wie ein Berg so groß – ich fürchte sehr, 
der sucht den Paddy Fingal.”

Ins Bette Paddy Fingal kroch, 
Frau Schaya türmte die Kissen hoch; 
wie aus dem Hedesack die Maus, 
so guckte die Nase nur heraus, 
die Nase von Paddy Fingal.

Indem so schob der Schotte herein, 
an den Balken rührte sein Scheitelbein, 
und er schnob und wischte sich den Schweiß 
und rollte die Augen wild im Kreis: 
“Wo steckt der Paddy Fingal?”

“Tut leise, Fremder, und tretet sacht, 
daß Paddys Kindlein nicht erwacht! 
Denn wenn er schrie und Fingal käm, 
für euch kein gutes End es nähm: 
Nicht spaßen tut Paddy Fingal.”

Doch wie sie warnte mit Wort und Wink, 
der Schotte neugierig ans Lager ging: 
O heiliger Patrick, wie ward ihm da, 
als er die Nase ragen sah, 
die Nase von Paddy Fingal!

“Beim Pfeifer, der vor Moses blies: 
welch heidenhafter Nasenspieß! 
Ist das ein Baby, wie Ihr sagt, 
ein Narr, wer’s mit ihm selber wagt! 
Nicht wart ich auf Paddy Fingal.”

Und er trollte davon mit scheuem Blick 
und stolperte durch den Sund zurück; 
fast wär ertrunken der gute Held, 
dieweil in der Eil er die Furt verfehlt, 
so lief er vor Paddy Fingal.

Der aber erhob ein Siegesgeschrei. 
Da kamen die Nachbarn rings herbei; 
die staunten den großen Fingal an, 
der den langen Schotten gejagt von dann, 
den tapfern Paddy Fingal.

Wilhelm Brandes

Scroll to Top

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen